SHG Mannheim

Willkommen auf unserer Seite der Stotterer-Selbsthilfe Mannheim.
Wir möchten gerne einladen und einen Eindruck aus der Gruppe weitergeben.



Plakat Ausstellung Mannheim

Herz auf der Zunge

unter diesem Titel zeigt die Stotterer-Selbsthilfe in einer Ausstellung Porträts von Betroffenen. Es sind biographische Notizen aus der Kindheit von Stotternden.
Damit möchten wir zeigen, dass stotternde Menschen ganz normale, also alltägliche Menschen sind, die auch ganz normale, also auch ganz alltägliche Berufe ergreifen können; sie sind Buchhalter, Mechaniker, Architekt, Ingenieur, Lehrer, Sprachtherapeut, Politiker.

Die Ausstellung war bisher an drei verschiedenen Orten in unserer Region zu sehen:

Im September fand die Vernissage in der Abendakademie Mannheim statt, zu der auch Gabriele Thirion-Brenneisen, Mannheimer Stadträtin für Jugend, Bildung und Gesundheit, sowie Thomas Samuel Strottner, Foto- und Medienpädagoge, beitrugen. Erstere gab einen Einblick in das aktuelle politische Streben nach Inklusion, deren Idee darin bestehe, dass kein Kind oder Schüler mehr als „andersartig“ angesehen werden soll. Alle Kinder seien individuell förderbedürftig. Das Bewusstsein stotternder Menschen „anders“ zu sein findet sich in vielen der biographische Notizen der portraitierten Stotternden wieder, doch die Bilderausstellung zeichne sich gerade dadurch aus, dass Interesse an den dargestellten Persönlichkeiten geweckt wird. „Was mag die Person wohl einen Moment nach Aufnahme des Bildes getan oder gedacht haben?“ fragte Thomas Samuel Strottner in die Runde. Im Anschluss fand eine angeregte Diskussion zwischen Rednern und Besuchern statt.

Die Aufführung des Films „The King's Speech“ bildete den Rahmen, in dem die Bilderausstellung im Lesecafé des Studentenwerks Heidelberg eröffnet wurde. Bevor der Film begann, nutzte Martin Seefeld die Gelegenheit, vor voll besetztem Kinosaal auf die Hintergründe des Filmes sowie des Stotterns hinzuweisen. Sowohl der Film als auch die Bilderausstellung zeigten, dass Stotternden (fast) alle Wege offen stehen, wenn sie sich ihrer Aufgabe stellen und mit ihr auseinandersetzen. Auch dank der umfangreichen Unterstützung durch das Studentenwerk konnte diese Botschaft über mehrere Wochen den Studierenden, die sich sowohl zum Arbeiten als auch zu verschiedensten Veranstaltungen im Lesecafé aufhalten, vermittelt werden.

Auf großes Interesse stieß die Bilderausstellung am Hör-Sprachzentrum Neckargemünd, mit dem über die Bilderausstellung hinaus eine Zusammenarbeit geplant ist. Die Vernissage der Bilderausstellung fand Anfang Dezember mit aktiver Beteiligung der stotternden Schüler statt, indem sie eigene Erfahrungen sowie Aspekte zum Thema „Was ist Kommunikation?“ präsentieren werden. Eine wichtige Erfahrung für sie, an solch einem Projekt mitzuwirken. Die Vorstellung, einmal selbst im Rampenlicht zu stehen, rief auch vereinzelt Skepsis bei der Schülern vor. Musik der Schulband sowie fachliche Kurzbeiträge aus sprach-heilpädagogischer, Stotter-therapeutischer und neurophysiologischer Sicht vervollständigten die Abendveranstaltung.

zum Presse-Artikel...



Radio-Interview in Radio-RUMMS:

Anlässlich des Films “The King’s Speech”, der nicht nur bei der Oskar-Verleihung, sondern in der gesamten Szene betroffener Stotternder für viel Wirbel gesorgt hat, haben wir uns es nicht nehmen lassen unseren Eindruck vom Film zu geben.
In diesem Zusammenhang sprechen wir darüber wie es König George VI damals zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wohl ergangen sein muss sich trotz Stotterns und gegen seine inneren Dämonen ankämpfend als Redner vor ein ganzes Land zu stellen, um es für den Krieg vorzubereiten. Als ehrenamtlicher Mitarbeiter beim RadioRUMMS wurde Martin von Carlo zum Film interviewt.

Interview Teil 1
Interview Teil 2



King´s Speech

Der Film "The King’s Speech" zeigt einen König, der sein Stottern überwindet. Er könnte das Verhältnis zu dieser Störung verändern.

Winston Churchill, Marilyn Monroe und Charles Darwin sollen damit gekämpft haben. Geredet hat man aber lieber nicht darüber. Das dürfte sich nun bald ändern. Der in England gefeierte Film „The King’s Speech“, der am 17. Februar in den deutschen Kinos anläuft, erzählt, wie der scheue und stotternde König Georg VI. nach der Abdankung seines Bruders gegen seinen Sprachfehler ankämpft und ihn mit Hilfe eines skurrilen Sprachtherapeuten besiegt. Im Krieg gegen Hitler-Deutschland werden die Reden Georgs schließlich zum Rückhalt für die Nation. Der Film ist für zwölf Oscars nominiert, unter anderem für den überragenden Hauptdarsteller Colin Firth.

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radio_rumms1

Am 09.12.2010 waren wir zu Besuch beim Radio der Universitätsmedizin Mannheim – kurz RUMMS -, um über das Thema Stottern, die Selbsthilfe in Mannheim und unsere persönlichen Erfahrungen mit der Behinderung zu sprechen.
So waren wir an diesem Tag Mittelpunkt der Sendung, wurden herzlich willkommen geheißen und stießen mit unseren Geschichten und mit unserem positiven und offensiven Umgang mit dem Stottern sowohl auf offene Ohren, erhielten aber auch Anerkennung und Bewunderung. Interviewt wurden wir von den ehrenamtlichen Radakteuren Svenja (16) und Carlo (14), die von Beginn an mit dabei sind und seitdem tatkräftig Unterstützung beim Radio „von-Kindern-für-Kinder“ leisten.
Uns selbst war es ein großes Anliegen mit dem Thema Stottern auf diese Weise an die Öffentlichkeit zu gehen, und um bei dieser Gelegenheit darüber aufzuklären wie optimistisch und selbstbewusst man auch mit unflüssigem Sprechen sein kann, und dass auch ein Besuch im Radio kein Hindernis, sondern vielmehr eine Herausforderung darstellt.

Den Mitschnitt unsrer Sendung findest Du hier ...
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Stottern beginnt im Kopf

Plakat Ref-AbendPressemitteilung der Kooperationsveranstallung der Stotterer-Selbsthilfe BaWü und der Sprachambulanz der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
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Martin Dreßler vom sozialen Netzwerk Rhein-Neckar-Dreieck-Info überreicht 2500 Euro an drei Sozialeinrichtungen

Scheckübergabe

Bild: v.l.  Albertus L. Bujard vom Verein Obdach, Jürgen Sandritter von der Selbsthilfe Stotterer, MdB Lothar Binding (SPD), Bettina Kurz von der Heidelberger Tafel, Karl Schoch von Horn City-Store, Martin Dreßler von Rhein-Neckar-Dreieck-Info, sowie Heinz Jäger und Stadträtin Irmtraud Spinnler für Obdach

Rhein-Neckar-Dreieck


Sozial handeln – und direkt profitieren

Hier Treffen soziales Engagement und unternehmerischer Ertrag auf bemerkenswerte Art und Weise aufeinander. Beide Seiten – Firmen, als auch soziale Einrichtungen profitieren voneinander, so dass sich von einer klassischen Win-Win-Situation sprechen lässt. Vor vier Jahren rief Martin Dreßler, selbst Contergan Geschädigter und vielfältig ehrenamtlich tätig, dieses soziale Netzwerk ins Leben. „Vernetzt denken, sozial handeln. Helfen durch werben“, lautet die Idee. Für ein geringes Entgeld werben Unternehmer für sich und benennen gleichzeitig ihren Werbepartner aus der Sozialwirtschaft, der dann kostenfrei seine Initiative vorstellen kann. Dreßler sorgt aber auch für die Kundenpflege, so dass die Firmen direkt finanziell von ihrem Sozialengagement profitieren. Knapp 20.000 Euro sind in vier Jahren zusammengekommen und alle im sozialen Netzwerk „Rhein-Neckar-Dreieck-Info“ arbeiten ehrenamtlich. Die Einnahmen wurden gänzlich an soziale Einrichtungen gespendet. Diesmal profitierten die Heidelberger Tafel, der Verein Obdach und die Stotterer Selbsthilfegruppe. Insgesamt überreichte Martin Dreßler ihnen 2500 Euro. „Das ist eine geniale Idee, weil hier die bekannten Muster verlassen wurden“, meinte auch MdB Lothar Binding. Er hoffe, dass dieses Netzwerk immer bekannter werde und viele Menschen überzeuge. Denn: je größer die Gemeinschaft sei, desto mehr steige der Nutzen beider Parteien auch über den direkten Werbepartner hinaus. Erfolgsbeispiele, so Dreßler, gebe es bereits jetzt zur Genüge. Genannt seien etwa ein Kindergarten, der durch die Initiative ein eigenes Forschungslabor einrichten konnte oder die Firma, die durch das Netzwerk schon mehrere große Aufträge erhalten hat. Karl Schoch von Horn-Citystore, bei dem die Spendenübergabe stattfand, kooperiert mit dem Verein Obdach und habe ebenfalls schon oft profitiert. Die Spezialität bei „Obdach“, so deren Vorsitzender Albertus L. Bujard, sei es, Wohnungen auf Dauer anzubieten. Das Geld werde in die Büroeinrichtung fließen, um weiterhin für möglichst ungestörte Gespräche zu sorgen. Die Stotterer Selbsthilfegruppe, stellt in Bälde in der PH-Heidelberg die neuesten Therapiemöglichkeiten vor und freut sich, die Spende hierfür nutzen zu können und auch bei der Heidelberger Tafel sei die Zuwendung in besten Händen. Mit zwei Transportern werden dort täglich etwa zwanzig Sozialeinrichtungen beliefert und die Fahrzeuge müssen dementsprechend gewartet werden. Weitere Informationen zum sozialen Netzwerk sind auf der Homepage www.rhein-neckar-dreieck-info.de zu finden. 

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